Besa Krasniqi (Bild: Bürgerhaus/Hilton-Ganter)

"Ich weiß, wie verloren man sich fühlt, ohne Sprachkenntnisse in Deutschland"

Frau Krasniqi, in welchem Bereich engagieren Sie sich und welche Aufgaben übernehmen Sie dort?

Ich engagiere mich seit 20 Jahren für verschiedene Einrichtungen, die Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen. Ich war ehrenamtlich für "Gabi" (Gemeinsam aktiv für Bildung und Integration) in der Hausaufgabenbetreuung tätig, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Caritas und bei NefAS e.V. („Netzwerk für Arbeit und Sozialbelange“). Bei NefAS bringe ich mich als Sprachmittlerin für Albanisch ein, außerdem bin ich Teil der NefAS-Angebote „Elterntalk“ und „MiMi“ (Mit Migranten für Migranten). Zum „Elterntalk“ kommen Eltern, die sich über Erziehungsfragen austauschen möchten. „MiMi“ ist ein Format, bei dem Gesundheitswissen an Frauen weitergegeben wird. Ich berate dort zu den Themen Gewaltprävention und Gesundheit.    

Warum haben Sie damals beschlossen, sich zu engagieren und warum macht es Ihnen auch heute noch Freude, dabei zu sein?

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie verloren man sich fühlt, wenn man ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland kommt. Mir macht es große Freude, nun anderen weiterhelfen zu können, die neu ankommen. Es ist toll zu sehen, wie erleichtert die Menschen sind, wenn sie zum Beispiel nicht alleine zu Ämtern gehen müssen, wenn sie zum Beispiel Hilfe beim Ausfüllen von Formularen bekommen. 

Was wollen Sie zukünftigen Engagierten mit auf den Weg geben? Warum lohnt sich bürgerschaftliches Engagement, aus Ihrer Sicht?

Alle sagen, ich mache zu viel – aber mir gibt das Engagement ganz viel zurück. Mir geht es heute sehr gut hier in Deutschland und ich möchte nun mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben. Es tut mir so gut, helfen zu können! 

Wir danken Ihnen für das Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude in Ihrem Ehrenamt!

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